Werte Freunde der Uhrmacherei,

es gibt Uhrwerke die sind wunderschön und gleichzeitig aber auch sehr heikel.

Für dieses Uhrwerk bekommt man kaum Ersatzteile und man muss immer extrem aufpassen.

Da ist für den nötigen Nervenkitzel beim Uhrmacher gesorgt...

Dafür kann man dann auch mal die Urgroßmutter der Navitimer von Breitling in den Händen halten.

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

manchmal nimmt man sich als Uhrmacher Uhren an, die nicht wirklich hochwertig sind, aber eine interessante Geschichte erzählen zu haben.

Das UMF 28-40

Dieses Uhrwerk war das erste Quarzwerk aus Ruhla, einige Teile aus dem mechanischen Stiftanker Armbanduhrwerk M24 sind hier mit verwendet worden.

Aus diesem Grund schaut das Werk auch sehr eigenwillig aus.

Die Uhrwerke waren nicht sehr langlebig, schnell waren Lager defekt und die Uhren versagten Ihren Dienst.

Aus diesem Grund sind heute auch kaum noch Uhren mit diesem Werk vorhanden.

Ich freue mich sehr, nochmal ein Werk für Filmaufnahmen in die Gänge bekommen zu haben.

Erwähnenswert ist noch, dass es eine Uhr mit dem Namen Interkosmos gab.

Diese Uhr hatte das UMF 28-40 und war die erste DDR Uhr im Weltall.

 

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

in den 70er Jahren wurden die Designs etwas kantiger und auffälliger.
 
Dazu gibt es heute noch tolle Beispiele an Uhren und Autos zu entdecken.
Einen tollen Spagat von Elegant und Auffällig hattte damals die Firma EDOX mit der Alfetta Serie geschaffen.

Heute tragen diese Uhren, bei guter Pflege, sehr würdevoll ihr Alter und machen immer noch etwas her!

Ein Exemplar kann ich Ihnen mal hier zeigen.

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

Uhrmachermeister Jörg Wesolowski aus Bergisch Gladbach ist ein guter Freund von mir.

Natürlich bin ich gerne zu seinem Firmenjubiläum gekommen und habe unseren Beruf mit den Uhrwerksveredelungen und den Drehen von feinen Teilen demonstiert.

Es war eine ganz tolle Sause!

Auch Wolfgang Bosbach von der CDU war gekommen.

Mit Ihm konnten wir über die Situation der Uhrmacher in Deutschland und seine Arbeit sprechen.

Es war ein unvergessliches Erlebnis!

Bilder, die mich zeigen, wurden von Helga Niekammer gefertigt. Hier geht es zu ihrer Webseite: http://www.bensberg-im-blick.de

Und hier könnt Ihr auf Jörgs Seite schauen: http://www.uhren-bgl.de

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

es ist immer wieder toll auch Uhren mit Geschichte auf dem Tisch zu haben.

Diese Citizen Quarzuhr wurde von einer lieben Mutter zum Abitur überreicht.

Die Uhr ist seit über 30 Jahren stets zu Diensten gewesen und war immer zuverlässig.

Der Besitzer hat dieser Uhr nun eine richtige Schönheitskur gegönnt.

Mit einer neuen Oberfläche von Gehäuse und Armband und vor allem einem neuen Glas, sieht die Uhr wieder richtig jung und fit aus! Das Uhrwerk hat eine Überholung bekommen.

Diese alten Quarzwerke haben eine Rubinlagerung und können sogar gereinigt werden.

So kann die Uhr wieder fein getragen werden und Ihren Besitzer noch lange erfreuen.

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Es immer wieder sehr schön für mich,

wenn meine Uhren auch getragen werden und ich es sogar noch mitbekomme.

Ein guter Freund trägt eine meiner Uhren mit so einer Würde und Eleganz, da bekomme ich eine Gänsehaut!

Die Uhr, die auch in nachdenklichen Stunden Dein Begleiter ist - und sich einfach in das Bild mit einfügt, wunderbar!

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Einfach nur schön - auch mal ohne Text!

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

auf der Suche nach einem Ersatzteil machte ich eine "kleine große Entdeckung":

Eine Menge an Zifferblättern für das GUB Kal. 63 haben sich mir aufgetan.

Die 50 er Jahre hatten schon ihr eigenes Design.

Wann kann man so eine Menge an sehr alten NOS Zifferblättern schon mal sehen?

Lassen wir mal den Blick über die Sammlung schweifen...

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

heute will ich mal von der Wasseruhr im Europacenter berichten. :D

"Die Uhr der fließenden Zeit"

Zeit kann man sehen - zumindest im Europa-Center Berlin und Dank des Franzosen Bernard Gitton, der die Uhr der fließenden Zeit 1982 entworfen und realisiert hat. Das 13 Meter hohe Chronometer erstreckt sich über insgesamt 3 Etagen und gibt mit Hilfe des Flüssigkeitsstands in 12 großen und 30 abgeflachten, kleinen Glaskugeln der Zeit ein Gesicht.

Die kleinen Kugeln zeigen die Minuten an. Jede der kleinen Kugeln füllt sich in 2 Minuten, so dass die 30 Kugeln insgesamt einer vollen Stunde entsprechen.

Die schon vergangenen Stunden sind anhand der Anzahl der bereits gefüllten großen Kugeln ersichtlich.

Sind beispielsweise 10 große und 15 kleine Kugeln gefüllt, so ist es 10:30 Uhr oder 22:30 Uhr, je nachdem, ob es sich um eine Zählung vor oder nach Mittag handelt.

Sind 60 Minuten verstrichen, also 30 der kleinen, flachen Glaskugeln gefüllt, fließt ihr Inhalt in die betreffende große Kugel zur Anzeige der vollen Stunde ab und der Zyklus der kleinen Kugeln beginnt erneut.

Um 1:00 Uhr und um 13:00 Uhr leert sich folglich das gesamte System bis auf die Stundenanzeige von 1:00 Uhr bzw. 13:00 Uhr und der Zyklus des gesamten Systems und der großen Kugeln beginnt erneut.

Die Bewegung der neongrünen Flüssigkeit innerhalb der Uhr wird durch ein violettes Pendel gesteuert, das durch den Wasserabfluss in der oberen Schale angetrieben wird.

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

in Berlin gibt es eine Vielzahl von interessanten öffentlichen Uhren zu sehen.

Heute möchte ich euch mal die erste Uhr nach dem Mengenlehre-Prinzip zeigen:
 
Dieter Binninger hat diese Uhr erfunden und ein Exemplar wurde für die Stadt gebaut. Damals, 1975, war diese Uhr etwas völlig Neues und die Berliner haben sich lustig gemacht. Aber heute gesehen,  diese Uhr ein besonders Stück Design und Technikgeschichte.

Die Wartungskosten durch die vielen Glühbirnen im Inneren der Uhr sind enorm.

Ich freue mich jedenfalls sehr, dass man diese Uhr auch heute noch in Berlin bestaunen kann!

Neben der Wasseruhr im Europacenter und der Weltzeituhr auf dem Alexander Platz kann ich auf jeden Fall einen Besuch bei diesem Unikum empfehlen.

Nach der großen Uhr gab es auch kleine Tischmodelle für den heimischen Schreibtisch zu kaufen.

Hier noch der Link zum Konstrukteur:

https://de.wikipedia.org/wiki/Dieter_Binninger

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Werter Freund der Uhrmacherei,

ein Uhrmacher kann nicht alles wissen und es gibt Themen, mit denen muss man sich selber beschäftigen.

Da ist eine Auswahl von Fachliteratur sehr wichtig.

Ein paar Bücher aus meiner Sammlung möchte ich hier erwähnt haben:

  • George Daniels - Watchmaking
  • Giebel/Helwig - Die Feinstellung der Uhren
  • F. LeCoultre - Die Reparatur komplizierter Taschenuhren
  • Steffen Pahlow - Das Taschenuhrgehäuse
  • Steffen Pahlow - Tourbillion
  • J. Malcom - Wheel and Pinion Cutting in Horology
  • Frank Dunkel - Frühe elekrische Wohnraumuhren

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Werte Freunde der Uhracherei: Wer nicht wirbt der stirbt!

So kam es, dass ich 2010 für meinen damaligen Arbeitgeber repräsentative Aufgaben auf der Uhrenbörse von Berlin übernommen habe.

Lang ist es her - aber es bleibt eine schöne Erinnerung!

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

als Berliner Uhrmacher beschäftige ich mich auch sehr gerne mit der Geschichte der Berliner Uhrmacherei.

Diese Stadt hat wirklich einiges zu bieten gehabt.

Ich möchte euch eine Taschenuhr von Ludwig Simon aus meiner Sammlung vorstellen: Die Uhr stammt aus den 30er Jahren und ist sehr flach.

Was mich bei solchen Uhren immer noch ein Stück weit mehr interessiert, ist die Geschichte des Uhrmachers oder des Juweliers dazu.

Leider haben sich mir bei meinen Recherchen erschreckende Dinge aufgetan.

Dieser sehr feine Juwelier und Hoflieferant des Königs von Rumänien wurde von den Nazis 1938 ins KZ verfrachtet. Er konnte sich aber aus dem KZ retten und ist nach Santiago De Chile ausgewandert. Er verstarb dort 1962.

So steht diese Uhr doch für eines der letzten verkauften Erzeugnisse eines Juweliers, der den 2. Weltkrieg nicht überlebt hat.

http://hans-weil.faszination-uhrwerk.de/ludwig_simon-berlin.pdf

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

hier hab ich ein kleines Kunstwerk/Gangmodell geschaffen.

Im 2 Lehrjahr geht es an den Übergang von der Großuhr zur Kleinuhr und da lernen die Lehrlinge als erstes das Echappement kennen.

Ein Echappement ist eine Baugruppe mit einem Schwingsystem aus dem Kleinuhrenbereich, welche dann in Großuhrwerken zum Einsatz kommt.

Mit so einem Schwingsystem in einer Großuhr kann die Uhr auch bewegt werden und so findet man solche Echappements viel in Borduhren,Schiffsuhren usw.

Dieses kleine Uhrwerk mit Echappement stammt aus einem Trommelschreiberwerk und ich habe es mit Zierschliffen verschönert und überholt.

Das Ganze findet nun unter einem schönen Glasdom seinen Platz und ist ein wunderschönes kleines Kunstwerk zum Philosophieren und Verweilen, aber man kann es auch tatsächlich als Anschauungsobjekt für die Ausbildung von Uhrmachern nutzen..

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

wussten Sie es schon?

Das Gebiet der Wecker ist ein eigener Kosmos für sich! An ihnen kann man so viel unserer Geschichte ablesen.

Sei es die Mode, Kunst oder die Technikgeschichte, die Vielfalt von Weckern ist fast unerschöpflich.

So sind Wecker oft auch kleine Botschafter verschiedener Epochen.

Auch ein alter Wecker hat es verdient instand gesetzt zu werden.

Man kann diese dann auch wieder viele Jahre nutzen..

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Hier sehen Sie das Spezimatic Kal. 75 in seine Bestandteile zerlegt.

Auf dem Bild fehlen lediglich die Datumsplatte und der Datumsring.

 

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Perlage, Sonnenschliff und ein Versuch mit stark verstelltem Weißabgleich...

Werte Freunde der Uhrmacherei,

2006 zog es mich, als Berliner aus Westberlin, in das entfernte Sachsen.

In Glashütte, an der staatlichen Uhrmacherschule BSZ Freital, habe ich die Lehre gemacht und in Altenberg habe ich zu Anfang im alten Internat gewohnt. Das waren damals ganz wilde Zeiten.

Ohne Auto ist man da fast lebendig begraben. Das Zimmer war schön, aber das Haus war extrem baufällig: Wenn ich auf dem Dachboden die Töpfe nicht geleert hatte, dann bin ich bei Regen auch schon mal nass in meinem Raum geworden, weil es von der Decke tropfte.

Ich erinnere mich manchmal mit Schrecken an die Lehrzeit zurück. Lehrjahre sind keine Herrenjahre, das ist ja auch völlig Ok.

Heute erfreue ich mich an schönen Arbeitsorten in Berlin.
 
In dem Raum können Sie hinten links meine 1. Uhrmacherdrehbank sehen, diese ist heute noch bei mir in Betrieb.

Über dem Verbandkasten sehen Sie meine erste eigene Uhrenkration. Eine Uhr frei nach Salvadore Dali mit einem einfachen mechanische Uhrwerk war es.

Diese Uhr hängt heute bei einer Lehrerin in Berlin und zeigt ihr dort die Uhrzeit im Arbeitszimmer an.

Lang, lang ist das alles her...

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

in meiner Lehrzeit gab es ein größeres Schulprojekt: Es handelte sich um die Anfertigung einer Tischsonnenuhr.
 
In unzähligen Stunden mussten alle Teile bis auf den Kompass dafür gefertigt werden. Die Zeit war knapp und ganz zum Schluss im 3 Lehrjahr konnte ich die Tischsonnenuhr grob zusammen bauen.

Seit dieser Zeit habe ich nie wieder etwas an dieser Uhr gemacht.

Als Lehrling habe ich mich innerlich dagegen gesträubt, wollte ich doch so gerne etwas tickendes bauen und erschaffen.

Nach der Lehre hatte ich die Tischsonnenuhr dann an jemanden verschenkt, der sich später als Handlanger des MFS in sehr zweifelhafter Funktion herausstellte. 8 Jahre später habe ich dann diese Uhr auf Ebay wieder entdeckt und gekauft.

Heute steht die Tischsonnenuhr bei mir in der Vitrine und ist ein Mahnmal für eine anstrengende Lehrzeit in einer kulturell anderen Welt und als Mahnmal für ein gesundes Misstrauen gegenüber den Mitmenschen.

Wie die Tischsonnenuhr komplett im fertigen Zustand aussieht, können Sie hier sehen:

http://www.uhrmacherschule-glashuette.de/projekte.htm

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

ich hab mal in meiner Fotokiste gekramt.

Das Bild ist über 10 Jahre alt. Damals hatte ich mir einen Kittel bunt mit Textilfarben gestaltet.

Lang ist es her......ha ha